Zeichen vom Universum: Wie schnell man abhängig / süchtig werden kann
Zeichen vom Universum begegnen uns ständig.
Es kommt auch darauf an, ob man sie als solche erkennen kann oder will.
Eine Feder auf dem Weg, eine Wolkenformation, die aussieht wie ein Gesicht, eine Zahl, die sich an einem Tag mehrfach zeigt, obwohl sie das sonst nie tut – das Universum sendet, wenn wir bereit sind zu empfangen. Für die meisten Menschen bleibt das ein Geschenk. Nur bei manchen Menschen wird daraus eine Abhängigkeit, bei denen ohne Zeichen gar nichts mehr geht.
Die Vielfalt der Zeichen vom Universum
Einige Menschen nehmen Zeichen und Botschaften aus dem Universum leichter wahr als andere.
Das hat weniger mit besonderen spirituellen Fähigkeiten zu tun, als man vermuten könnte. Es hat vor allem damit zu tun, wie aufmerksam jemand ist – und ob er oder sie überhaupt daran glaubt, Zeichen verdient zu haben. Wer sich für unwürdig oder benachteiligt hält, disqualifiziert sich damit oft unbewusst selbst von den Botschaften, die längst da sind.
Zeichen vom Universum zeigen sich in unendlich vielen Formen. Orakelkarten, Engelskarten oder Krafttierkarten sind ein Weg.
Auch sind sie Symbole, die ungewöhnlich oft am selben Ort auftauchen. Bestimmte Farben am Himmel, markante Wolkenformen, Dinge, die man am Boden findet, oder wiederkehrende Zahlenfolgen – die berühmten Engelszahlen wie 11:11 oder 333 sind dafür bekannte Beispiele – können allesamt Botschaften sein.
Auch Synchronizität gehört dazu: dieses Gefühl, dass ein Zufall zu genau passt, um wirklich Zufall zu sein.
Solche Zeichen vom Universum können aufmuntern. Sie können ein kleiner Wink sein, der einen durchs Leben begleitet, und vor allem ein Gefühl geben, das viele Menschen brauchen: gesehen zu werden.
Gerade weil sich so viele von ihren Mitmenschen genau das nicht ausreichend geben lassen, ist dieses Gefühl kostbar.
Bis hierhin ist alles gut.
Selbstbetrug statt Botschaft
Dabei geht es nicht nur um das Zeichen selbst, sondern vor allem um die Art der Deutung. Besonders deutlich wird das bei künstlich konstruierten Deutungen, wie sie etwa bei bestimmten Zahlenkombinationen üblich sind: Für ein und dieselbe Zahl kursieren nicht selten hunderte Webseiten mit angeblichen Deutungen – je nach Quelle werden mal Warnungen, mal Bestätigungen, mal Liebesbotschaften angegeben.
Besteht für eine Person kein festes Deutungsmuster, sondern bleibt die Interpretation vollkommen offen, sucht sie sich aus diesem Sammelsurium genau die eine Deutung heraus, die gerade ins eigene Bild passt, das eigene Wünschen und Wollen wiedergibt.
Dann deutet sie nicht mehr – sie biegt sich die Botschaft zurecht. Und genau hier stellt sich die ehrliche Frage: Ist das noch eine Botschaft, oder ist es der Wunsch nach Aufmerksamkeit, nach Anerkennung, danach, dass jemand anderes die Verantwortung übernimmt?
Aus Wahrnehmung mit offenem Herzen wird gezielte Selbstbestätigung: Man sucht nicht mehr nach dem, was tatsächlich da ist, sondern nach etwas, was man ohnehin schon glauben oder hören wollte.
Das fördert den blinden Fleck oder den Tunnelblick.
Ist das hilfreich? Fraglich....
Süchtig nach Zeichen vom Universum - Wenn der Glauben umschlägt
Genau an diesem Punkt beginnt die Abhängigkeit von Zeichen vom Universum: nicht bei der Freude über einen Fund, sondern bei der Unfähigkeit, ohne Beweise und Ratschläge oder Aussagen vom Universum zu handeln.
Besonders gefährlich wird es, wenn diese Zeichen nicht mehr gefunden, sondern abgewartet werden. Also wenn jede menschliche Entscheidung an die Bedingung geknüpft ist, dass sie erst nach Bestätigung aus dem Universum getroffen werden kann.
Bei manchen geht das so weit, dass sie glauben, alle zwei Stunden neue Botschaften zu empfangen – vom Universum oder von verstorbenen Seelen. Es geht dabei nicht darum, infrage zu stellen, dass so etwas geschieht.
Stell dir das mal vor:
Eine verstorbene Seele weist jemanden angeblich an, was er/sie essen soll, über den Nachbar denken, wann aufgestanden werden soll, worüber man nachdenken soll. Jeden Tag, den ganzen Tag.
Wenn du jemand Lebenden kennen würdest, der /die jeden Tag mehrfach Anrufe bekäme, in denen der Person, einem erwachsenen Menschen, z. B. die Mutter vorschreibt, was zu essen, zu sagen und zu denken sei - fändest du das normal im Sinne von gesund?

Unbequeme Wahrheit: Wenn Abhängigkeit entsteht
Wird diese variable Deutungsfreiheit zur Gewohnheit, wird sie irgendwann zur totalen Selbsttäuschung.
Und wenn diese Selbsttäuschung sich mit einer extremen Häufigkeit angeblicher Botschaften verbindet, die dann vorgeben, was man denken soll oder was das Umfeld angeblich über einen denkt – und damit auch, wie man handelt –, wird es schwierig.
Dann lohnt sich die Frage: Ist diese Person noch in der Lage, eigenständig zu entscheiden, wie sie handelt und wie sie ihre Meinung bildet?
Allgemein wird die Abhängigkeit von etwas als Sucht / süchtig bezeichnet.
Kann man überhaupt süchtig nach Zeichen aus dem Universum werden:
Ja. Absolut.
Wenn die Sucht nach Botschaften für denjenigen unsichtbar bleibt
Wie bei jedem Suchtthema spielt die Häufigkeit die entscheidende Rolle. Gelegentlich eine ungewöhnliche Zahl, eine Feder auf dem Boden, der man eine konkrete Bedeutung oder einen Absender zuordnet – das bewegt sich im guten Rahmen.
Mehrmals täglich hingegen, entlang einer von hundert möglichen Deutungen, ganz nach innerem Wunsch – und der ganze Tag ausgerichtet auf diese Hinweise: Das ist kein unabhängiges Denken und Handeln mehr, sondern Abhängigkeit im eigentlichen Sinn.
Typisch für jede Art von Abhängigkeit ist, dass sie der betroffenen Person selbst kaum auffällt.
Rückmeldungen von anderen werden meist nicht angenommen, sondern umgedeutet: als Eifersucht, als Maßregelung oder als Beweis für Unfähigkeit.
Bekommt sie etwa von einem Coach eine ehrliche Einschätzung zu ihrem Verhalten, wird diese oft mit der Begründung abgetan, der Coach könne ja offensichtlich nicht erkennen, was hier wirklich vor sich gehe.
Auf diese Weise wird die fachliche Einschätzung von vornherein entwertet – jede Hilfestellung verpufft, bevor sie überhaupt etwas bewirken kann.
Genau an diesem Punkt zeigt sich auch, wo die Grenze eines Coachings liegt:
Wenn eine Rückmeldung grundsätzlich nicht mehr angenommen werden kann, weil das Deutungssystem selbst zur Lebensgrundlage wird, braucht es in der Regel keine coachende, sondern eine therapeutische Begleitung.
Abgesehen davon dürfen Coaches auch keine Suchtkrankheiten "behandeln".
Ist jemand süchtig nach Zeichen vom Universum, ist ärztliche oder therapeutische Hilfe angesagt.
Süchtig nach Zeichen vom Universum - Was dahinter stecken kann
Sucht ist ein Hinweis auf einen Mangelzustand.
Wenn du bei dir selbst beobachtest, dass du ein großes Maß an solchen Hinweisen brauchst, um überhaupt eine Richtung oder einen Sinn in deinem Leben zu erkennen, kannst du dir Unterstützung suchen. Und gemeinsam mit einer Vertrauensperson oder einem Therapeuten erforschen, welcher Mangel eigentlich dahintersteckt:
Ist es ein Mangel an Liebe,
an Sicherheit,
an Anerkennung,
an Aufmerksamkeit
an sozialen Interaktionen?
Diesen Mangel zu erkennen und zu bearbeiten, ist der eigentliche Weg – nicht die nächste Deutung.
Wenn du jemanden kennst, der von spirituellen Zeichen abhängig ist
Kennst du jemanden, der in einer solchen Überbeanspruchung von Zeichen vom Universum gefangen scheint, weißt du vermutlich längst, wie schwer es ist zu helfen, ohne zurückgestoßen, beleidigt oder anderswie verletzt zu werden.
Auch hier darfst und solltest du dir Rat holen – für den Umgang mit der anderen Person und für dich selbst.
So schwer es fällt: Rückzug ist im Umgang mit abhängigen Menschen meist der beste Selbstschutz.
Alles andere ist nämlich Co-Abhängigkeit.
Entspannter Umgang mit Botschaften aus dem Universum
Zeichen vom Universum dürfen begleiten, ermutigen und das Gefühl geben, gesehen zu werden.
Sie können trösten, wenn eine Entscheidung schwerfällt, und sie können bestätigen, was sich ohnehin schon richtig anfühlt.
Genau das macht sie wertvoll. Sie dürfen im Leben aber nie die eigene Entscheidungsfähigkeit ersetzen – denn dann aus Begleitung eine Abhängigkeit von Zeichen vom Universum entstanden, die mehr nimmt, als sie gibt.
Der Unterschied zeigt sich nicht am einzelnen Zeichen, sondern an der Frage, wer am Ende noch entscheidet: du selbst, aus deinem eigenen Wissen, deinem Gefühl und deiner Erfahrung heraus – oder ein Zeichen, das erst noch abgewartet werden muss, bevor irgendetwas geschehen darf.
Wo der Glaube daran anfängt, kontrollierend zu wirken, wo er jede eigene Regung überstimmt und jeden eigenen Impuls infrage stellt, lohnt sich ein ehrlicher Blick – nicht auf das Universum, sondern auf sich selbst. Denn die eigentliche Botschaft hinter jedem Zeichen bleibt dieselbe: dass du gesehen wirst. Das ändert sich nicht, ob du nun fünfmal am Tag danach suchst oder darauf vertraust, dass es dich auch ohne findet.
Und übrigens gibt es auf der Welt sehr viele Menschen, die für das Geben und Nehmen von Aufmerksamkeit und Rat bereit sind.
Hast du auch da schon alles abgesucht, alle Optionen abgecheckt?
Wirklich alle????
Ehrlich??????
Probier mal weiter...
ICH BIN Cornelia Helga Schulze,
spirituelles Medium (aus- und vielfach weitergebildet), Systemische Coachin, Hypnotiseurin, Rückführungsleiterin, Reiki-Level 4 Lehrerin, und vieles mehr.
Geerdet, lebensnah, stehe ich mit beiden Beinen mitten im Leben.
Verfüge über angeborene Hellsichtigkeit (ohne Hilfsmittel), arbeite aber gerne mit einem Hilfsmittel (es geht schneller!)
verfüge über angeborene multidimensionale Wahrnehmung
liefere präzise, ausführliche Aussagen.
(mehr über mich auf der Webseite Über mich [Link] )